Vorstellung der Libertären Liste

Was ist eigentlich Libertarismus und was hat das ganze mit Hochschulpolitik zu tun? Nachgefragt bei Pascal Pfannes von der Libertären Liste Erlangen-Nürnberg.


Im Rahmen der Hochschulwahlen 2016 der Fau stellte die “V” die verschiedenen Listen vor. Mehr Infos zu den Hochschulwahlen bekommt ihr auf der Homepage der Stuve: https://stuve.uni-erlangen.de/hochschulwahl/.


Die Libertäre Liste Erlangen-Nürnberg, kurz: LILIEN, ist eine 2015 gegründete Liste mit libertärem Profil. Im Interview mit dem Kandidaten Pascal Pfannes stellt dieser die inhaltlichen Kernpunkte für die Hochschulwahl 2016 vor.


Zu den Inhalten: Ihr (die Libertäre Liste Erlangen-Nürnberg) seid bei der Hochschulwahl 2016 vertreten und da geht es ja hauptsächlich um den Einzug in den Konvent. Was sind denn für euch die wesentlichen Punkte im ‚Wahlkampf‘ und wie stehen diese in Verbindung zu eurem libertären Hintergrund?

Pascal Pfannes: Der größte Punkt ist das Semesterticket. Das gibt es jetzt inzwischen ja schon ein Jahr und da haben wir bei der Einführung bzw. bei der Abstimmung zur Einführung schon dagegen argumentiert und lehnen es ab, weil es einerseits kein gutes Angebot ist: Den Sockel (verpflichtend für Studierende, da beim Studierendenbeitrag dabei; Anmerkung der Redaktion) kann man ja zu Zeiten nutzen, wo die wenigsten Menschen in die Universität gehen. Andererseits, und das ist auch die Verbindung zum Libertarismus, basiert der Sockel auf Zwang, das heißt alle 38.000 Studenten müssen das bezahlen und man sieht ja, dass 20 Prozent nicht mal das Sockelticket ausgedruckt oder aufs Handy heruntergeladen haben. Folglich nutzen diese 20 Prozent es definitiv nicht.
Weiterhin sind wir gegen alle anderen Zwangsgebühren. Da wäre dann zum Beispiel prominent noch der Semesterbeitrag und die Theaterflat, die lehnen wir auch ab, solange sie durch Zwang durchgesetzt werden soll. Wir können uns all diese Sachen allerdings auf freiwilliger Basis vorstellen.
Des Weiteren lehnen wir jede Einschränkung der Meinungsfreiheit ab. Wir wenden uns gegen jede Vorschrift bezüglich der gendergerechten Sprache, wie das häufig so nett formuliert wird, und möchten, dass die Frauenbeauftragte nicht nur für Frauen da ist, sondern auch für Männer und somit nicht diskriminierend gegenüber Männern agiert. Das Büro für Gender und Diversity wollen wir abschaffen, da sehen wir keinen Sinn, warum dafür Steuergelder ausgegeben werden sollten.

Das ganze Interview ist hier veröffentlicht.

Von Eric Hartmann