Klimastreik: Die Erlanger Organisator*innen im Gespräch

Am kommenden Freitag ab 11 Uhr findet am Erlangener Hugenottenplatz unter dem Motto „Fridays for Future“ ein Klimastreik von Schüler*innen und Studierenden statt. Nach dem Vorbild von Greta Thunberg fordern die Veranstalter eine striktere Klimapolitik, die eine lebenswerte Zukunft für junge Menschen sicherstellt. Unser Chefredakteur Eric Hartmann hat mit den Organisator*innen gesprochen.

 

V: Am kommenden Freitag findet der erste Klimastreik unter dem Motto „Fridays for Future“ in Erlangen statt. Was ist das Ziel der Veranstaltung, was wollt ihr erreichen?

Eva (Studentin an der FAU): Den Kohleausstieg wollen wir erreichen. Wir wollen ein Zeichen setzen, damit das Thema Aufmerksamkeit bekommt. Damit politisch wirklich mal was getan wird gegen den Klimawandel und nicht nur geredet wird.

Florian (Student an der FAU): Wir wollen auch ein Zeichen setzen, dass es uns – Schülern und Studenten – nicht egal ist. Es geht um unsere Zukunft und wir finden es nicht ok, dass Erwachsene, die es anscheinend nicht wirklich interessiert, über unsere Zukunft entscheiden.

Rebecca (Schülerin aus Erlangen): Auf diese Sachen wollen wir aufmerksam machen, indem wir eben nicht in die Schule und in die Uni gehen. Wir sollen dort für unsere Zukunft lernen, aber das bringt ja nichts, wenn es keine lebenswerte Zukunft für uns gibt.

V: Wie seid ihr auf die Idee für die Demonstration gekommen?

Magdalena (Schülerin aus Erlangen): Angefangen hat damit Greta Thunberg aus Schweden im August 2018 und das hat große Wellen geschlagen. Besondere Aufmerksamkeit hat sie durch die UN Klimakonferenz bekommen – da bin ich auch auf ihre Aktion aufmerksam geworden. An ihr orientieren wir uns mit unserem Aufruf, sie ist unser Vorbild.

V: Wir hatten es gerade schon ein bisschen, aber warum seid ihr der Meinung, dass gerade die jungen Menschen sich für Klimaschutz engagieren sollten?

Eva: Weil die Alten es nicht tun…

Florian: Und weil es um unsere Zukunft geht. Viele ältere Erwachsene bekommen die Konsequenzen des Klimawandels ohnehin nicht mehr so stark mit. Für uns hingegen wird das erst recht relevant.

V: Wie kann man sich bei euch beteiligen und engagieren?

Rebecca: Was jeder Schüler und Student machen kann, ist am 18.01. zu unserem Klimastreik zu kommen!

Eva: Es werden auch viele Organisationen vertreten sein. Wir sind ein überparteiliches Bündnis. Viele Jugendparteien, Hochschulgruppen und Schulorganisationen werden dabei sein, da kann man sich auf jeden Fall vernetzen, wenn man sich für das Thema interessiert.

Florian: Wer bei uns mitmachen will, kann uns einfach auf den sozialen Netzwerken anschreiben. Es gibt auch auf der Fridays for Future Website für die jeweiligen Ortsgruppen Links zu Whatsapp-Gruppen, denen ihr beitreten könnt. Da werden euch alle Fragen beantwortet, ihr könnt Kontakt herstellen und auch gerne mitmachen.

V: Was wollt ihr den Studierenden und allgemein den jungen Menschen in Erlangen mit auf den Weg geben?

Eva: Dass sie sich politisch engagieren sollen. Politik ist etwas, das alle betrifft und Politik ist überall. Alles, was ihr seht oder konsumiert, das hängt alles mit Politik zusammen. Es kann einfach nicht sein, dass es den Leuten egal ist. Es geht um den Planeten und man sollte irgendwann anfangen, sich Gedanken zu machen und nicht einfach die Augen davor zu verschließen. Es ist ein Thema, das uns alle betrifft und da sind wir auch alle Schuld dran.

Florian: Man darf auch nicht mit der Einstellung rangehen, dass alles nichts bringt und wir eh nichts machen können. Wenn jeder ein bisschen was tut, dann können wir zusammen auch was bewegen.

Rebecca: Kommt alle am 18.01. zu unserer Demo!

 

Das Interview führte Eric Hartmann