In unserem Format CaféKlatsch testen unsere Autorinnen Hannah, Verena und Mona in unregelmäßigen Abständen – je nach Koffeinbedarf – ein Café aus der Region. Dabei gehen sie selbstverständlich vollkommen subjektiv vor und sprechen ausschließlich ihre persönlichen (Nicht-)Empfehlungen aus. Neben der Speisekarte und dem Flair beurteilen sie auch die “Studentability” der Cafés und können euch damit die heißesten Tipps zu den hipsten Locations geben. Das beste Format, um eure neuen Lieblingscafés kennenzulernen! 😉

 

Blick auf das Café von außen. Foto: Verena Knöll

Studentability (Arbeitsklima)

WLAN: ✅ Super, auch ohne Passwort nutzbar / Steckdosen: 😩 🔌 mäßig, wenn man Glück hat ist eine in der Nähe / Ausbreitungsmöglichkeiten: ☹️ abhängig von Tischverfügbarkeit, eher begrenzte Fläche

Verpflegung

Durchschnittsnote all unserer Bestellungen: 1,4 / Preis-Leistungs Verhältnis: 🙂 gut / Cappuccino: 2,80€ / Kuchen: ab 3,20€ / Geeignet für Vegetarier ✅ und Veganer ❌ / Warmes Essen ❌

Flair

 Ambiente: 🛋☕🍏Wohnzimmer-Kaffeerösterei im gewöhnungsbedürftigen Bauhausgrün (frappierende Mischung aus gemütlich, schnell und grün) / Service: 🏃‍😁 Selbstbedienung und supernett / Besonderheiten: ♨ Saunamäßiger Innenhof für den Sommer, Kaffee auch für daheim zu kaufen (Bohnen und Pulver)

Zitat des Cafébesuchs:

„Ich glaube es ist eine Rösttrommel“ – Verena mit Blick auf die dubiose rote Maschine im hinteren Teil des Ladens.

 

Besagte “dubiose” rote Maschine, vermutlich zum Mahlen von Kaffee. Vielleicht aber auch eine Rösttrommel ;). Foto: Hannah Schabert

Apfel-Basilikum-Granatapfel-Tee oder lieber eine etwas abgefahrenere Ingwer-Zitronen-Mischung mit Lemoncake-Aroma? Das klingt zwar gut, aber der sympathische Hipsterbarista in der Rösttrommel wird euch damit nicht weiterhelfen können. Sein Spezialgebiet liegt eher darin, Schwäne aus Milchschaum in euren Cappuccino zu zaubern.

Schon beim Betreten der Kaffeerösterrei Rösttrommel mitten in der Erlanger Innenstadt fällt auf, dass der Fokus vor allem auf Kaffee liegt. Coincidence? I think not! Hier Tee zu bestellten käme fast einem Verbrechen gleich. So etwas macht man nicht! Als Präventivmaßnahme gibt es daher auch nur Pfefferminztee zur Auswahl.

Überbleibsel von zwei Milchkaffees, Nussecke und Tiramisu. Foto: Verena Knöll

Wir bestellen daher zwei Milchkaffees, die sich als – Zitat: “sehr geil” erweisen und deshalb in unsere Durchschnittsbewertung mit einer glatten 1,0 eingehen. Um auch die große Auswahl an Kuchen zu würdigen, bestellen wir auch eine Nussecke und einen Tiramisu, die im glänzenden Licht des Milchkaffees ein bisschen untergehen und daher mit 2,0 (Tiramisu) und 1,7 (Nussecke) in die Bewertung eingehen. Schlecht war es aber wirklich nicht, denn im Nachhinein fällt uns auf, dass wir nicht einmal ein Foto gemacht haben und daher hier nun nur leere Teller präsentieren können.

Nachdem das Essen unsere Aufmerksamkeit also nicht weiter erfordert, lassen wir unseren fachmännischen (nicht) Blick durch den Raum schweifen. Kaum zu übersehen ist dabei das interessant bis abstoßend wirkende Grün aus dem vergangenen Jahrtausend, das nur stellenweise – zum Beispiel auf unserem Sofa – durch ein paar undefinierbare Flecken überdeckt wird. Überraschenderweise geht das Grün der Sitzmöbel aber eine recht ansprechende Kombination mit der grau gestrichenen Wand und den Holzbalken ein, die dem ganzen Raum eine Art Wohnzimmeratmosphäre verleihen.

Ein Eindruck von besagtem Grün… Foto: Hannah Schabert
… das aber auch ganz gemütlich wirken kann in der Gesamtzusammenstellung. Foto: Verena Knöll

Der Raum ist eher länglich aufgebaut, die Sitzplätze liegen daher recht eng beieinander (Hannah: „Ideal fürs erste Date“) und die Abstellflächen sind für die meisten Plätze mehr als nur begrenzt. Sie bieten zumeist vor allem Platz für maximal zwei Getränke. Die Studentability leidet darunter natürlich ein bisschen, denn die Ausbreitungsmöglichkeiten sind quasi nicht vorhanden, man muss schon ein bisschen Glück haben um einen der kleinen Tische zu ergattern, auf denen ein Laptop Platz finden würde. Für Minimalisten also kein Problem ;), für alle anderen bieten andere Cafés aber wahrscheinlich ein höheres Lerngruppenpotential.

Lernende Studierende scheinen aber ohnehin nicht die Hauptzielgruppe zu sein, tatsächlich finden sich hier sehr viele junge Elternfreundesgruppen mit ihren Kindern wider. Die Ecke neben unserem Sitzplatz wurde daher auch spontan zu einem Kinderwagenparkplatz umfunktioniert. Der Atmosphäre (oder der Lautstärke) hat das aber nicht wirklich etwas abgetan.

Fairerweise müssen wir aber auch erwähnen, dass wir dort im Winter vorbeigeschaut haben und sowohl der saunaartige ziemlich coole Innenhof wie auch die Sitzplätze vor dem Laden zur warmen Jahreszeit natürlich noch mal eine große Bereicherung sind und die ganze Atmosphäre verändern.

Für unser Empfinden ist das Café aber auch an kalten oder regnerischen Tagen ein schöner Ort für einen Nachmittagskaffee mit gutem Kuchen zusammen mit 1-2 Freunden, gerade auch um sich einmal eine Pause vom Unialltag zu gönnen. #GönnDir

Ein ganz klarer Vorteil der Rösttrommel ist auf jeden Fall, dass man den Kaffee, der einem so gut geschmeckt hat, auch gleich dort kaufen kann um sich daheim als Hobbybarista zu versuchen.

 

Die große Kaffeauswahl für daheim. Foto: Hannah Schabert

Übrigens gibt es eine gute Nachricht an alle Nürnberger unter unseren Leser*innen: Die Rösttrommel findet ihr nicht nur in Erlangen (Hauptstraße 37) sondern auch an mehreren Orten in Nürnberg (Nähere Infos auf www.roesttrommel.de).

Ihr wollt, dass wir auch euer Lieblings-Café testen? Dann schreibt uns via Facebook: facebook.com/VdasStudentenmagazin oder per Email an: vdasstudentenmagazin@gmail.com

 

Von Hannah Schabert und Verena Knöll

 

Andere Cafés aus der Region, die wir schon für Euch getestet haben:

Café Katzentempel in Nürnberg