In unserem Format CaféKlatsch testen unsere Autorinnen Hannah, Verena, Mona und Carla in unregelmäßigen Abständen – je nach Koffeinbedarf – ein Café aus der Region. Dabei gehen sie selbstverständlich vollkommen subjektiv vor und sprechen ausschließlich ihre persönlichen (Nicht-)Empfehlungen aus. Neben der Speisekarte und dem Flair beurteilen sie auch die “Studentability” der Cafés und können euch damit die heißesten Tipps zu den hipsten Locations geben. Das beste Format, um eure neuen Lieblingscafés kennenzulernen! 😉

 

Die Frontansicht des Café Intensiv. Foto: Carla Ober

Studentability (Arbeitsklima)

WLAN: ✅ Super, auch ohne Passwort nutzbar / Steckdosen: 🔌🙂 eigentlich fast immer verfügbar, lange Kabel von Vorteil / Ausbreitungsmöglichkeiten: 📚💻😃 abhängig von Tischverfügbarkeit, prinzipiell gut

Verpflegung

Durchschnittsnote all unserer Bestellungen: 1,18 👍 / Preis-Leistungs Verhältnis: 🙂 gut / Cappuccino: 2,60€ (groß: 3,50€) / Kuchen: ab 1,50€ (meist: 2,80€) / Geeignet für Vegetarier ✅ und Veganer ✅ / Warmes Essen ✅ (Quiche) / neues Kriterium: Fairtrade ❌

Flair

 Ambiente: ❤ extrem gemütlich, heimelig 🏡, liebevoll dekoriert, einfach top! 🔝 / Service: 😍 sehr nett‍ / neues Kriterium: Dateability: zu klein für Privatsphäre, aber Kuschelstimmung, rent a bar hat Heiratsantragspotential 💍💞  / Besonderheit: 🐕 süßer Chihuahua gehört zum Inventar, Freitagabend: Bar 🍷, sonst: rent a bar ab 20 Uhr, Coffee To Go im eigenen Becher für 1€

Zitat des Cafébesuchs:

„Irgendwie schaffe ich es immer maximal bescheuert auszusehen, während ich auf solche Barhocker klettere!” – Carla

 

Verena auf dem Barhockerplatz mit Stalkerausblick auf den Katholischen Kirchplatz. Foto: Carla Ober

Café und Bar in einem? Das klingt wie der Traum eines jeden Studenten: Man muss sich nicht mehr einigen, ob man sich nachmittags auf einen Kaffee oder schon auf ein Cocktail trifft. Um nicht erst in Versuchung (schließlich heißt es nicht CocktailKlatsch – das müssen wir auch mal machen!) zu geraten, haben wir uns entschieden, zum frühstücken vorbei zu kommen.

Da die Hälfte des kleinen Raums schon für eine Reservierung vorbereitet war, bekamen wir den Stalkerplatz am Fenster zwischen (leerer!) Jack Daniel’s-Flasche und pinker Orchidee. Die Menüauswahl zum Frühstück ist nicht sehr groß, aber man kann sich zwischen Müsli und größeren Platten entscheiden. Wir landen mit “Klein und süß” in der Mitte: Eine süße Hefebrezel mit Butter und einem kleinen Gläschen selbstgemachter, fabelhaft schmeckender Marmelade. Carla bestellt für ihren morgendlichen Koffeinbedarf die Version mit Filterkaffee. Zu diesem kommt leicht aufgeschäumte Milch in einem Minikännchen.

Verena bestellt lieber separat einen Chai-Latte. Als Stammkundin und ZeroWaste-Anhängerin freut es sie sehr, dass dieser jetzt ohne Plastikstrohhalm serviert wird und auch die Butter nicht mehr einzeln verpackt ist. Wir haben den Eindruck, dass Nachhaltigkeit an verschiedenen Stellen bedacht wird: Auf der Toilette findet man Stoffhandtücher, Leitungswasser wird kostenlos serviert.

Allgemein wird vieles selbst gemacht oder regional bezogen. Hauseigenen Kuchen gibt es auch vegan, manchmal auch glutenfrei (kann man einige Tage im Voraus bestellen). Vegan und laktosefrei gibt’s auch die Milch zum Heißgetränk – gegen einen Aufpreis von 20 Cent. Auf Nachfrage wird zum Frühstück auch Margarine statt Butter serviert.

 

Frühstück “Klein & Süß”, einmal mit Kaffee, einmal mit Chai Latte und kostenloses Leitungswasser. Foto: Verena Knöll

Nach vorerst skeptischem Blick auf die süße Brezel drängt vor allem Carla dazu, nach dem obligatorischen Foto endlich zu essen – ihr Magen meldet sich. Dafür vergisst sie den eigentlich so ersehnten Kaffee bis kurz vor Schluss (lauwarm war er aber voll ok) – die selbstgemachten Marmeladenkombinationen Kiwi-Apfel und Schoko-Himbeere erfordern die komplette Aufmerksamkeit und überzeugen uns beide. Verenas Ergänzung dazu: Die Brezel war auch lecker!

Die Orchidee am Fenster. Foto: Carla Ober

Das Café Intensiv kann nicht nur wegen der Nähe zu PhilFak und Unikliniken Pluspunkte bei der Studentability sammeln: Steckdosen und Wlan sind eine gute Voraussetzung, um den Laptop auszupacken und da der Raum klein und schnuckelig ist, wird es auch nicht zu unruhig. Die kleine Größe hat für uns (und für erste Dates) aber einen Nachteil: Zum ersten Mal bei einem CaféKlatsch gelingt es uns nicht, “verdeckt zu ermitteln”: Dem Mutter-Tochter-Gespann, das das Café seit September führt, fallen unsere Notizen auf. Das ermöglicht uns aber einige weitere neugierige Nachfragen.

Als wir endlich gehen, vergessen wir fast, zu zahlen. Durch die Atmosphäre fühlt man sich wie zu Besuch bei Bekannten und vergisst fast, dass der Chai Latte doch eigentlich 3,10€ kostet ;).

 

Von Verena Knöll und Carla Ober

 

Welche Cafés wir bisher schon für euch getestet haben, könnt ihr hier sehen.

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