Die Horror-Film-Tipps unserer Redaktion.

Happy Halloween! Hier sind unsere Last-minute-Tipps für einen erschreckenden Abend.

 

It Follows: Leider hat „It Follows” viel Kritik einstecken müssen – vor allem wirft man dem Film vor, langweilig zu sein. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Zwar kann man sich nicht am üblichen Blutbad ergötzen, aber der Film schafft etwas, was ich im Horror-Genre schmerzlichst vermisst habe: subtilen Psychoterror. Hier erwartet euch weder Freddy Krueger, noch Pennywise, denn das obligatorische „Monster“ kann die Gestalt eines jeden beliebigen Menschen annehmen und so weiß man als Zuschauer*in nie wirklich, ob Gefahr droht, oder nicht. Interessant ist übrigens, wie die Protagonistin sich ihr Verfolger-Es „anlacht“, genauso wie die unzähligen Analysen und Theorien darüber, die im Internet kursieren. Aber seht selbst!

Ich seh, ich seh: Dass es nicht immer aufwändig produzierte Filme aus Amerika mit riesigen Budgets braucht, um einem einen gehörigen Schauer unter die Haut zu jagen, zeigt ein genialer Psycho-Thriller aus Österreich.
“Ich seh, ich seh” handelt von einer Mutter und ihren Söhnen, welche einsam und abgeschieden in einer sterilen Villa am Waldrand leben. Als die Mutter eines Tages nach einer plastischen Gesichts-OP in das gemeinsame Heim zurückkehrt, scheint sie nicht mehr die Selbe zu sein. Hier beginnt eine Geschichte von Angst, Misstrauen und gescheiterter Kommunikation, welche tief in die Abgründe des familiären Lebens blicken lässt. Der Film entwickelt dabei einen subtilen psychologischen Horror der Seinesgleichen sucht und spielt gekonnt mit der Wahrnehmung des Zuschauers. Wer genau hinschaut wird auf jeden Fall belohnt. Nichts für schwache Nerven also; aber eine absolute Empfehlung für Fans des intelligenten Grusels. Und das Beste zum Schluss: Der Film ist derzeit auf Netflix zu sehen!

Die Frau in Schwarz: Wer ganz klassischen Horror sucht, ist mit „Die Frau in Schwarz“ perfekt beraten! Hier gibt es alles was das Horrorherz begehrt: eine alte verlassene Villa, die einsam im englischen Moor thront, eine herzzerreißende Geschichte, mit der alles begann und vor allem: wunderschöne düstere Stimmung, die durch die Spielzeit – 19. Jahrhundert – noch um Einiges unterstützt wird. Eine kleine Prise Jump Scares gibt es auch noch oben drauf. In jedem Fall sehenswert!

„Auslöschung“ (Originaltitel: Annihilation) ist ein sehr intelligenter Science-Fiction-/Horrorfilm, in dem eine Gruppe von Forscher*innen den Ursprung des mysteriösen „Schimmers“ aufdecken soll. Der Schimmer breitet sich immer weiter aus und bringt eine unbekannte Tier- und Pflanzenwelt hervor, welche von der Gruppe untersucht werden soll. Es lässt sich darüber streiten, ob es sich wirklich um einen Horrorfilm handelt, denn in „Auslöschung“ sucht man nach Blutbädern und Jump-Scares vergeblich. Es handelt sich vielmehr um die Auseinandersetzung mit einer abstrakten Idee, die in beeindruckenden, aber auch verstörenden Bildern zum Ausdruck gebracht wird. Der Film ist auf Netflix sowie als DVD und Blue-Ray erhältlich.

 

…und falls euch das zu ungruselig ist, haben wir ein ganz besonderes Schmankerl:

Peppa Wutz & Co: Horror ist für mich: wiederkehrende Elemente, welche mich für einige Zeit grauenvoll heimsuchen. Splatter und Psychofilme haben diese Wirkung auch, aber nur temporär.
Dauerhafter Horror fand sich für mich allerdings in einem anderen Genre –  bei Kinderunterhaltung!
Grausame Narrative bei Serien wie Peppa Wutz,  dem undankbarem Schwein, oder Kinderlieder wie Kinderlieder – Das Lied über Tiere mit dem peinigenden Protagonisten eines roten Traktors, egal wie sehr ich versuche diese Sequenzen zu verdrängen, sie kommen immer wieder und wieder.

 

Von Eric Hartmann, Lukas Dörr, Bastian Bradtka & Joana Hammerer