In unserem Format CaféKlatsch testen unsere Autorinnen Hannah, Verena und Mona in unregelmäßigen Abständen – je nach Koffeinbedarf – ein Café aus der Region. Dabei gehen sie selbstverständlich vollkommen subjektiv vor und sprechen ausschließlich ihre persönlichen (Nicht-)Empfehlungen aus. Neben der Speisekarte und dem Flair beurteilen sie auch die “Studentability” der Cafés und können euch damit die heißesten Tipps zu den hipsten Locations geben. Das beste Format, um eure neuen Lieblingscafés kennenzulernen! 😉

 

Studentability (Arbeitsklima)

WLAN: ❌😢 leider nicht vorhanden/ Steckdosen: 😐 eher nicht so / Ausbreitungsmöglichkeiten: 😑 kaum genug Platz für all unsere Bestellungen

Verpflegung

Durchschnittsnote all unserer Bestellungen: 1,34 / Preis-Leistungs Verhältnis: 👌passt / Cappuccino: 2,90€ / Kuchen: ab 3,00€ / Geeignet für Vegetarier ✅ und Veganer ✅ / Warmes Essen ✅

Flair

Ambiente: 💑 👭🍸 kuschelig, barmäßige Stehhocker, etwas kahle Wände und hauptsächlich Tische für zwei/ Service: 😄Sehr freundlich/ Besonderheiten: 👀 Perfektes Stalker-Café 🍾 Alkohol 🛍 direkt bei den Arcaden

Zitat des Cafébesuchs:

“Wir brauchen eine Dateability-Kategorie!” – Hannah, nachdem sie die Vorzüge der Rösttrommel für ein erstes Date und die des Coffini für ein zweites festgestellt hat. #Dateability

 

Die Stalker-Nische inklusive schickem Kissen. Foto: Hannah Schabert

Mittem im Erlanger Großstadtdschungel zwischen Arcaden, der frequentierten Fußgängerzone und der vielbefahrenen Güterhallenstraße/Henkestraße (wusstet ihr, dass die Straße direkt dort ihren Namen ändert? Ja, schaut das mal nach!) befindet sich eine Oase der Ruhe und Zweisamkeit: Das Coffini. Man hat die Wahl zwischen dem idyllischen Ausblick auf den benachbarten Blumenladen oder dem Blick auf die große Straße und den Vorplatz der Arcaden, was natürlich eine höhere Stalkability bietet.

Gewollt? Ein aus der Wand herausragendes Kabel. Foto: Hannah Schabert

Unsozial wie wir sind ziehen wir uns natürlich in die hinterste Ecke des Cafés ans Fenster zurück, um die Passanten am besten beobachten zu können. Dafür nehmen wir die etwas kahle Kulisse durchaus in Kauf, was leider die Gesamtnote des Ambientes ein bisschen runterzieht. Wir können uns eher nicht vorstellen, dass die aus der kahlen Wand ragenden Verkabelungen für nicht vorhandene Lampen Teil des ansonsten ganz netten Dekokonzepts sind und gehen daher wohlwollend davon aus, dass wir gerade in einer Umbauphase vorbeigekommen sind, die bald abgeschlossen sein wird ;).

Ungeachtet dieses – sagen wir – ungewohnten Ambientes (wir taufen es Stuck mit Spinnwebenoptik) geben wir unsere Bestellung bei der sehr freundlichen Bedienung auf und sind begeistert vom vielfältigen Angebot an hausgemachten Kuchen und den speziellen Kaffee-Kreationen.

Wir bestellen:

  • Latte Macchiato Nougat (fanciest Latte Macchiato ever mit Nutella!!! Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden, seht selbst auf dem Bild unten!)
  • Blaubeertarte mit etwas künstlichem Blaubeergeschmack, der der Gesamtkomposition aber kaum geschadet hat. Insgesamt durchaus lecker.
  • Orangensaft mit einem frischen Stück Orange
  • Espresso (stark, schwarz, geil, kann man nicht viel falsch machen) mit einem kleinen Glas Wasser
  • Schinken-Käse-Toast, erfüllte die Erwartungen an einen durchschnittlichen Schinken-Käse-Toast vollkommen

Bei der Bestellung kann man für zusätzliche 30ct alle Getränke auch mit Sojamilch bekommen. Bei den Kuchen finden sich aber nur selten vegane Kreationen.

 

Man beachte vor allem die abgefahrene Optik des Latte Macchiato. Foto: Verena Knöll

Obwohl wir einen der größeren Tische ergattert haben, findet sich kaum genug Platz für all unsere Bestellungen, geschweige denn um nebenbei noch einen Laptop oder einen kleinen Notizblock auszupacken. Zwischenfazit: Man kann super vorbeilaufende Leute beobachten – aber diese Beobachtungen eher weniger gut schriftlich festhalten ;).

Insgesamt auffällig ist, dass vor allem Pärchen oder Zweiergrüppchen sich um diese Zeit (vormittag-mittag) im Café aufhalten, die wahrscheinlich sowieso andere Dinge im Kopf haben als etwas aufzuschreiben, zu lesen oder zu lernen. Ideal also für ein zweites Date oder ein nettes Gespräch mit Freunden, wobei aufgrund der Nähe der Sitzplätze und der begrenzten Fläche doch ein hoher Mithörfaktor gegeben ist.

Die Lampe dient als Blickfänger um vom spinnwebenumwobenen Stuck abzulenken. Foto: Hannah Schabert
Wo die Lampen tatsächlich angebracht sind sehen sie auch ganz gut aus. Foto: Hannah Schabert.

Warum aber für ein zweites Date? Folgende Faktoren spielen dabei eine Rolle:

  • Die Lage der Toilette: Man muss das Café verlassen, am Blumenladen vorbei um “auf die Toilette” zu gehen. Die perfekte Gelegenheit, um sich aus dem Staub zu machen, natürlich nicht, ohne vorher zu bezahlen. [Warnung: Wenn man wirklich auf die Toilette gehen will muss man einen Schlüssel am Thresen holen und ihn anschließend wieder zurückgeben, sollte das Date also das Café kennen, ist das vielleicht nicht die beste Wahl. Als Alternative empfehlen wir die Flucht aus der Balkontür]
  • Sollte das Date jedoch erfolgreich sein, bietet der Blumenladen direkt nebenan natürlich zahlreiche weitere Möglichkeiten. Ob Rosenkauf vor dem Treffen, bei einem “Gang zur Toilette” oder im Anschluss, um gleich das dritte Date klarzumachen, bis hin zum Heiratsantrag – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt 😉
  • Spaß beiseite: Was wir eigentlich gedacht haben ist, dass der Status des Coffini als Pärchencafé die Wahl für ein erstes Date eventuell etwas akward erscheinen lässt, weil man das Treffen vielleicht nicht gleich labeln möchte. Trotzdem ist die Möglichkeit für zu intime Gespräche aufgrund des hohen Mithörfaktors eingeschränkt.

 

Unser Gesamtfazit für den Besuch im Coffini lautet also:

Trotz der wirklich etwas verwirrenden Postweihnachtlichen-postapokalyptischen Deko vor allem im Nebenraum haben wir uns sehr wohlgefühlt und das Essen und Trinken war wirklich sehr lecker. Die Fancy Nougat-Kombination wird uns für immer in Erinnerung bleiben und wir kommen sicher im Sommer nochmal vorbei, um die Auswahl an kalten Kreationen würdigen zu können und die Stalkability auf den Außensitzplätzen noch effektiver zu nutzen. Vielleicht schauen wir auch einmal mit einem zweiten Date vorbei 🙂

Ihr wollt, dass wir auch euer Lieblings-Café testen? Dann schreibt uns via Facebook: facebook.com/VdasStudentenmagazin oder per Email an: vdasstudentenmagazin@gmail.com

 

Von Hannah Schabert und Verena Knöll

 

Andere Cafés aus der Region, die wir schon für Euch getestet haben:

Café Katzentempel in Nürnberg

Rösttrommel – Kaffeerösterei