Keine Angst, wir wollen den Frühling nicht vertreiben. Auch wenn es beim aktuellen Wetter schon kaum noch vorstellbar ist – bis vor wenigen Tagen war Erlangen von einer wunderschönen Schneedecke bedeckt. Martin hat diese mit der Kamera eingefangen.

 

Durch die anhaltende Klimaerwärmung verwandelt sich unser schönes Erlangen in den letzten Jahren leider allzu selten in ein weißes Wintermärchen, umso mehr freuen sich dann Hobbyfotograf:innen wie ich, wenn es doch einmal geschneit hat und der Schnee auch mal länger als eine Stunde liegen bleibt!

Der erste Schnee fiel in diesem Jahr am 24. Januar. Es war ein ganzes kleines Abenteuer, sich bei andauernd vom Himmel fallenden Schneeflocken mit der eigenen Kamera an die ziemlich stacheligen Hundsrosen heranzuwagen – es hat sich aber definitiv gelohnt!

Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov

Eine Woche später fiel erneut Schnee, diesmal blieb er aber nur ganz kurz liegen, weshalb ich im Sebalder Reichswald am frühen Nachmittag gerade noch die letzten traumhaft schönen Motive in Weiß einfangen konnte.

Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov

Erneut eine Woche darauf kam nun endlich auch ein richtiger Schneesturm zu uns ins Frankenland! Trotz der damals noch geltenden Ausgangssperre wagte ich mich gegen elf Uhr abends hinaus vor die Haustür, um den geheimnisvoll-märchenhaften Schneefall bei Nacht fotografisch festzuhalten. Dieser Schnee blieb über eine Woche lang liegen.

Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov

Da sich schon das Tauwetter angekündigt hatte, wollte ich schließlich am zweiten Febraurwochenende die Chance nutzen und ein letztes Mal die weiße Winterlandschaft genießen. Der Himmel war strahlend blau und die Farben so stark, dass jegliche Nachbearbeitung meinen Bildern nur geschadet hätte:

Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov

Auf meinem Weg zum eingefrorenen Dechsendorfer Weiher stieß ich kurz vor Kosbach auf eine große eingefrorene Pfütze, auf der sich zauberhafte Eiskristalle gebildet hatten. Die Natur ist wahrlich die größte Künstlerin.

Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov

Am Bischofsweiher schließlich offenbarte sich mir ein ganz besonderer Anblick: Trotz mehrerer Verbotsschilder gingen zahlreiche Menschen aller Altersgruppen auf dem Eis spazieren, sie fuhren Schlittschuh, spielten Eishockey und machten auf Klappstühlen sogar ein Picknick auf Eis. Ist die große Ordnungsliebe der Deutschen vielleicht doch nur ein Stereotyp?

Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov
Foto: Martin Sherbakov

Jedenfalls war für den Notfall die Wasserwacht am Strand vor Ort und sogar der Strandkiosk konnte an diesem sonnigen Valentinstag bestimmt einen guten Umsatz generieren.

Alle Bilder nahm ich mit meiner Canon Powershot G1X Mark III Kamera auf. Aktuell studiere ich Kunstgeschichte und Theater- und Medienwissenschaft im ersten Semester. Zahlreiche weitere Bilder von mir könnt ihr auf meiner Instagramseite unter @schermartin finden!

 

Von Martin Scherbakov