Politische Kommunikation: Vertrauen in Politiker:innen

Wenn wir wählen, wollen wir der Person, der wir unsere Stimme schenken natürlich vertrauen. Celina gibt uns einen spannenden, detaillierten und sehr wichtigen Einblick in den aktuellen Forschungsstand zur Sozialpsychologie des Vertrauens in Politiker:innen. 

 

Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. – Marcus Tullius Cicero

 

Vertrauen – der Schlüsselbegriff des Jahres 2020, der Pandemie, der Politiker:innen, der nächsten Wahl. Das Vertrauen in die Politik ist laut einer Umfrage von Statista stark gestiegen. Während in den Vorjahren zwischen 45 und 54 Prozent der Befragten angaben, dass sie der Politik vertrauen, waren es dieses Jahr 61 Prozent. Dagegen stehen aber auch 35 Prozent, die der Politik nicht vertrauen.

Ob und welchen Politiker:innen Vertrauen geschenkt werden sollte, kann jeder nur für sich selbst entscheiden, aber ich möchte einen Einblick in den momentanen Forschungsstand aus Sicht der Psychologie geben. Ergänzend dazu spreche ich mit der Wissenschaftlerin und Psychologin Nicole Methner. Dieser Artikel erhebt hierbei aber weder den Anspruch das Gebiet politische Kommunikation vollständig zu erfassen, noch möchte ich die Fragen abschließend klären. Mein Ziel war es mit diesem Artikel Denkanstöße zu geben und das Thema Manipulation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Anmerkung: Die Antworten von Frau Methner werden im Folgendem zusammenfassend und nicht wortwörtlich dargestellt.  

 

Zuerst stellt sich die grundlegende Frage, warum viele Menschen so geringes Vertrauen in Politiker:innen haben?

Zuerst muss man dabei bedenken, dass sich dies auf verschiedene Ebenen zurückführen lässt, z.B. unterscheidet sich die Wahrnehmung abhängig von der Kultur, der Staatsform und dem generellen Weltgeschehen.

Aus psychologischer Sicht stellt sich aber erstmal die Frage: Was tragen die einzelnen Politiker:innen selbst zu dieser Entwicklung bei? Politische Skandale wirken sich nicht nur negativ auf die betroffene Person aus, sondern auf die gesamte Gruppe der Politiker:innen. Hier spielt ein Generalisierungseffekt eine große Rolle. Wie in jeder anderen Berufsgruppe, gibt es viele unterschiedliche Personen. Je mehr Mitglieder Fehlverhalten zeigen und umso mehr das in den Medien zum Thema wird, desto präsenter wird das für die Bevölkerung.

Hier wirken auch noch andere psychologische Effekte, wie beispielsweise der Negativitätsbias. Menschen fokussieren sich evolutionsbedingt auf Negatives, bzw. Verluste, um zukünftig Schaden zu vermeiden. Dadurch entsteht auch eine selektive Wahrnehmung, d.h. wir nehmen die positiven Aspekte weniger stark wahr. Da Politiker:innen stark auf unser Leben einwirken können, ist die Einschätzung derer für uns wichtig und negative Informationen besonders relevant.

Durch diese Prozesse kann ein Stereotyp entstehen, der sich stark auf unsere Wahrnehmung und Einschätzung auswirken kann. Politiker:innen sind durchsetzungsfähig, kompetent und haben daher auch einen gewissen Führungsanspruch, gleichzeitig werden sie aber auch als kühl, unfreundlich und unehrlich gesehen. 

Eine gewisse Skepsis in Politiker:innen zu haben ist durchaus sinnvoll, vor allem da tatsächlich nicht alle Vertrauen verdient haben. Falls aber das allgemeine Vertrauen in Politik zu gering ist, kann das problematisch werden. Dies kann man z.B. anhand der Corona-Pandemie gut illustrieren: Wenn das Misstrauen zu groß ist, wird die Bevölkerung Entscheidungen nicht mittragen. Gerade in Bezug auf den Impfstoff ist es allerdings wichtig, dass die Bevölkerung sich sicher ist, dass Politiker:innen in ihrem besten Interesse handeln und dass die Entscheidungen sorgfältig getroffen wurden. Wenn dies anders wahrgenommen wird, kann das im schlimmsten Fall Leben kosten.

 

Vertrauen ist also wichtig, aber es ist durchaus auch Teil einer Demokratie Kritik zu üben. Wie sollten Politiker:innen am besten auf Kritik reagieren und wie beeinflusst deren Reaktion unsere Wahrnehmung ?

Es gibt keine Untersuchung, die alle möglichen Reaktionen auf Kritik vergleicht. Diese reichen von Akzeptanz über Rechtfertigung bis hin zu Entschuldigung, Ignorieren, Gegenangriff, Verantwortung abgeben oder Abstreiten.

Die meisten Studien vergleichen 2 verschiedene Methoden und deren Wirksamkeit. Dabei ist auch zu bedenken, dass sich je nach Ziel die Strategie verändert. Liegt der Fokus auf dem nächsten Wahlerfolg, auf dem Steigern des Vertrauens in die/den Politiker:in oder in die Politik allgemein oder möchte man in der Sache weiterkommen?

Gerade wenn das Weiterkommen in der Sache das Ziel ist, ist ein Ansatz das Fehlermanagement. Dieser Begriff wurde in der Wirtschaft geprägt und entspringt der Idee, dass Fehler unvermeidbar und menschlich sind. Ein offener Umgang mit ihnen ermöglicht ein bewusstes Gegensteuern und das Lernen für die Zukunft. Dies ist nicht nur vorteilhaft auf einer sachlichen Ebene, sondern kann sich auch positiv auf die Sicht der Politiker:innen auswirken.

Fehlermanagement geht davon aus, dass ein Fehler begangen wurde, aber was kann ein:e Politiker:in tun, wenn die Kritik ungerechtfertigt ist? Obwohl die/der Politiker:in dadurch erstmal Vertrauen verliert, kann er/sie durch eine respektvolle Antwort dieses ein stückweit zurückgewinnen.

In diesem Kontext kann man auch noch den Vergleich zwischen Ignorieren und Gegenangriff betrachten. Politiker:innen sind dauerhaft Kritik ausgesetzt, gerade auch durch die Opposition. Wie sollten sie am besten auf diese reagieren, unabhängig davon, ob diese gerechtfertigt oder ungerechtfertigt ist? Auf große Skandale müssen sie reagieren, aber kleinere Kritik können sie auch ignorieren. Wenn negative Kritik geäußert wird, dann schädigt das das Bild der Person und deren Chance auf Wiederwahl. Gleichzeitig wirkt es sich aber auch negativ auf die Wahrnehmung des/r Kritiker:in aus. Ein Gegenangriff des/der Kritisierten kann sich tatsächlich ein stückweit positiv auf Wähler:innen auswirken, allerdings nur unbewusst. Es gibt aber auch Studien die explizite Maße erfassen, also die bewusste Wahrnehmung der Befragten. Diese zeigen, dass sich Negative Campaigning, das Angriffe und Gegenangriffe umfasst, nicht positiv von Wähler:innen wahrgenommen wird.

Diese Ergebnisse bedeuten aber nicht, dass man nicht kritisieren sollte. Kritik sollte aber auf einer sachlichen Ebene passieren. Es kann, wie oben bereits erwähnt, sowohl für die Person, die kritisiert als auch für den/die Kritisierten einen Vertrauensverlust bedeuten. Aber während Diskussionen, die unangemessen und mit Beleidigungen geführt werden, das Vertrauen weiter verringern, kann durch eine respektvolle und faire Reaktion Vertrauen zu einem gewissen Teil wiederhergestellt werden.  

Man sollte bei den Ergebnissen auch bedenken, dass jeder Mensch über bestimmte Politiker:innen eine Meinung z.B. aufgrund deren Parteizugehörigkeit, deren Pläne, Ziele und Erfolge hat. Personen haben die Tendenz ihre Meinung zu bestätigen. Wenn ich eine:n Politiker:in gut finde, dann nehme ich verstärkt Informationen wahr, die mir diese Annahme bestätigen. Es ist für uns also häufig zweitrangig wie diese Person reagiert.

 

Unabhängig davon wie wir einzelne Politiker:innen wahrnehmen, steht die Berufsgruppe häufig in der Kritik, die Wähler:innen bewusst zu manipulieren. Es stellt sich die Frage inwieweit diese Annahme richtig ist und wie dies zu bewerten ist.

Zuerst einmal möchte ich hier noch eine Anmerkung einfügen, die Frau Methner gemacht hat:

Manipulation ist ein sehr starker und negativ besetzter Begriff. Man muss hier bedenken, dass nicht alles was wir als Manipulation auffassen auch unbedingt als solche gedacht war. Politiker:innen können bei manchen Aussagen auch wirklich denken, dass sie richtig sind. Eine Erklärung hierfür kann die Selbstaufwertungstendenz sein, Menschen wollen sich positiv sehen. Z.B. das Wegschieben von Verantwortung muss also nicht zwingend eine Manipulation sein. Dazu kommt, dass viele Sachverhalte nicht Schwarz und Weiß sind, sodass es zu ihnen durchaus unterschiedliche Meinungen und Perspektiven geben kann.

Eine Umfrage von Statista aus dem Jahr 2017 ergab, dass nur 14 Prozent der befragten Personen Politiker:innen vertrauen. Niemand erwartet wirklich, dass Politiker:innen immer die Wahrheit sagen. Übertreibungen und teilweise auch Lügen gehören für uns einfach dazu. Wir akzeptieren diese Tatsache, weil wir verstehen, dass Manipulation nicht nur negativ, sondern teilweise notwendig ist, um Entscheidungen zu treffen.

Ein gutes Beispiel dafür ist die European Constitutional Convention 2002. Ziel der Convention war die Entwicklung einer Verfassung für die EU. Neben den Regierungen der Mitgliedsländer waren auch EU-Institutionen wie das Parlament und die Kommission beteiligt, die ein großes Interesse an dem Erfolg der Convention hatten. Es waren aber auch Vertreter:innen der Mitgliedsstaaten anwesend, die weniger überzeugt von der Idee der Europäischen Integration waren als ihre Mitgliedsländer. Häufig kam es in solchen Konstellationen zu keiner gemeinsamen Übereinkunft.

Es könnte argumentiert werden, dass das Entstehen eines gemeinsamen Verfassungsentwurfes vor allem aufgrund des Präsidiums möglich war. Die hatte das „agenda setting right“. Das wurde genutzt, um die Anzahl der Änderungsvorschläge und Gesetzesentwürfe stark einzuschränken, außerdem hatte der Präsident die Befugnis Änderungsvorschläge abzulehnen. Das Präsidium hat bestimmte Entwürfe so kombiniert, dass der Vorschlag des Präsidiums als beste Alternative gelten musste. Diese Mechanismen werden tatsächlich häufig bei Conventions und Wahlen wie diesen angewendet.

Bei der European Constitutional Convention kam aber noch dazu, dass es keine Wahlen gab, sondern nur einen sogenannten „Consensus“. Wie diese Übereinkunft aussah, wurde aber vom Präsidenten bestimmt. Jeder der ein Anliegen hatte, durfte dieses vortragen, der Präsident hat aber am Ende des Tages die Punkte, die er als consensus sah, bestimmt.

Dieses Beispiel illustriert zwei Punkte. Erstens, dass es durchaus normal und akzeptiert ist, dass bestimmte Mechanismen, wie das agenda setting right, benutzt werden. Auf der anderen Seite zeigt es auch, dass eine gewisse Notwendigkeit dafür besteht, da in diesem Beispiel ohne diesen Mechanismus wahrscheinlich keine Einigung entstanden wäre. Trotzdem stellt sich die Frage wie weit so eine Beeinflussung zu vertreten ist. Ab wann schränke ich demokratische Grundrechte zu sehr ein? War es wirklich gerechtfertigt, dass in dieser Convention consensus anstelle von Wahlen genutzt wurde?

Bei der Beantwortung spielen viele Faktoren eine Rolle: Gab es eine andere Möglichkeit einen gemeinsamen Vorschlag zu erarbeiten? Welche Nachteile hätte diese gehabt? Und welchen Vorteil haben die Politiker:innen durch diese Lösung?

Auch hier spielt Vertrauen wieder eine große Rolle. Die Bevölkerung kann nicht immer alle Hintergründe kennen und auf alle Entscheidungen einwirken. Deswegen wählen wir Vertreter:innen, bei denen wir davon ausgehen, dass sie unsere Interessen vertreten. Für den Wähler ist also relevant, ob die Beeinflussung lobenswerte Hintergründe oder eine egoistische Grundlage hat.

Dass wir Politiker:innen durchaus kritisch betrachten und dies auch gerechtfertigt ist, kann man an der Untersuchung der Wissenschaftler Drazen und Eslava feststellen. Sie betrachteten die Veränderungen der Staatsausgaben kurz vor einem Wahljahr. Eine häufig beobachtbare Taktik ist die allgemeine Erhöhung der Ausgaben. Dies passiert vor allem in den Bereichen, die auch uninformierte Wähler:innen mitbekommen. Bei vielen Wählern:innen löst dies aber tatsächlich eher eine negative Reaktion aus, so dass inzwischen vor allem die Zusammenstellung der Ausgaben, nicht die Höhe verändert wird. Ähnlich wie bei der ersten Taktik wird hierbei vor allem das Augenmerk auf Bereiche gelegt, die für die Bevölkerung relevant sind, z.B. Rentensystem, Zinsen oder Infrastruktur. Diese Methode funktioniert, da der/die Wähler:in davon ausgeht, dass die veränderte Zusammensetzung des Haushalts die Präferenzen des/r Politiker:in widerspiegelt. Dies ist eine durchaus legitime Strategie, allerdings nur solange wie es den tatsächlichen Intentionen entspricht und nicht nur eine Wahltaktik ist.

Eine weitere Möglichkeit Einfluss auf den/die Wähler:in zu nehmen ist Framing. Der Framing-Effekt beschreibt ein Phänomen, bei dem die gleiche Information unser Verhalten und Denken unterschiedlich beeinflusst, je nachdem wie sie formuliert wird. Die SPD nutzt den Begriff Mindestlohn, die CDU den Begriff Lohnuntergrenze. Beide beschreiben das gleiche Konzept, allerdings schwingt bei Mindestlohn das Ziel eines höheren Werts mit, bei Lohnuntergrenze eher das Bestreben nach einem möglichst tiefen Wert. Wir haben einen sehr guten Artikel dazu veröffentlicht, wie genau Framing funktioniert und wo es angewendet wird (lest hier nach).

Am Schluss des Interviews habe ich mit Frau Methner noch darüber gesprochen, inwieweit anhand von den genutzten Effekten und den Inhalten, auf die diese angewendet werden, die politische Orientierung abgelesen werden kann.

Generell können nicht bestimmte Formulierungen und Effekte zu bestimmten politischen Orientierungen zugeordnet werden. Hier gibt es ein Zusammenspiel zwischen der Situation und den Eigenschaften der Person.

Aber es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass politische Orientierung durch grundlegende Werte vorhergesagt werden kann.

Bei Konservativen finden wir häufig den Wert Konformität, bzw. den Wunsch gemeinsam etwas zu erreichen und dafür nicht aus der Reihe zu tanzen. Auch Tradition und Macht gehören hier zu grundlegenden Werten.

Bei Personen, die sich politisch eher Links einordnen würden, finden wir häufig die Werte Wohlwollen und Universalismus. Sie zeigen eine hohe Fehlertoleranz und Offenheit. Diese grundlegenden Werte spiegeln sich in ihren Programmpunkten und Diskussionen wider. Besonders bei der Flüchtlingspolitik kann man hier die Unterschiede zu Personen, die sich politisch eher Rechts einordnen würden, aufzeigen. Bei diesen Politiker:innen finden wir andere Werte und Schwerpunktthemen, z.B. ein Ablehnen von Veränderungen, neuen Ideen und neuen Lebenskonzepten.

Für viele Menschen ist politische Orientierung auch eine Gruppenidentität. Es ist ein Teil ihrer Selbstauffassung, ihnen ist wichtig welche Werte und Entscheidungen dahinterstehen. Der eigenen Gruppe wird mehr Vertrauen geschenkt, man stellt eher Ressourcen zur Verfügung und stellt sie weniger in Frage. Dies wird von Politiker:innen genutzt. Ein:e FDP-Politiker:in benutzt z.B. andere Formulierungen und eine andere Sprache als ein:e Politiker:in der Linken. Dadurch nehmen die jeweiligen Wähler:innen die Person als ähnlich war und das Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt.

 

Als letzten Punkt möchte ich noch auf den Populismus eingehen. Momentan verzeichnet Europa einen starken Anstieg im Populismus und dem häufig damit verbundenen Extremismus. Populistische Gruppen und Reden weisen wiederkehrende Muster auf. Die Wissenschaftler Jan Jagers and Stefaan Walgrave verstehen Populismus als eine Kommunikationsstrategie. Politiker:innen, die populistische Reden halten, beziehen sich sehr häufig auf die Bevölkerung und versuchen, sich mit dieser zu identifizieren. Dies kann z.B. durch das Nutzen von einfacher, informaler Sprache oder einem legeren Kleidungsstil passieren. Am besten wird die Verbindung aber hergestellt in dem die Wähler:innen direkt angesprochen werden mit Formulierungen: „Die Bevölkerung“, „die Allgemeinheit“, „die Wähler“, „die Steuerzahler“, „die Konsumenten“. Dadurch versuchen Politiker:innen den Eindruck zu erwecken, dass sie sich um die Bevölkerung kümmern wollen, dass sie die Interessen der Allgemeinheit vertreten wollen, dass sie – im Gegensatz zu den anderen Politiker:innen – nicht von den Wähler:innen abgerückt sind, sondern wissen, was sie wirklich wollen. Sie möchten das Gefühl vermitteln: Ich höre dir zu, weil ich über dich rede.

Eine weitere Auffälligkeit ist, dass sie häufig ein Anti-Establishment, bzw. eine Anti-Elite Mindset haben. Vor allem an anderen Parteien wird viel Kritik geübt, häufig mit der Konnotation, dass man es selbst ganz anders und vor allem besser machen würde. Die Person grenzt sich klar von der momentanen Politik und den Institutionen ab.

Populismus fasst alle Menschen zu einer gemeinsamen, homogenen Gruppe zusammen, zwischen der keine Unterschiede bestehen, von der aber eine spezifische Gruppe ausgegrenzt wird. Das ist abhängig von Parteizugehörigkeit und von der Gruppe, die angesprochen werden soll.

Man muss sich bei der Thematik bewusst machen, dass fast alle Politiker:innen diese Strategien anwenden, da sie es ermöglicht Unterstützung zu vergrößern und Kontakt mit einer breiten Masse aufzunehmen. Der Unterschied besteht nur in der Häufigkeit und Intensität, in der diese Mechanismen angewendet werden.

 

Wie in jeder anderen geisteswissenschaftlichen Disziplin, gibt es auch hier keine eindeutigen und endgültigen Antworten. Ich wollte mit diesem Artikel eine Grundlage zum kritischen Hinterfragen politischer Kommunikation schaffen und das Thema Manipulation aus einer weniger emotionalen und wissenschaftlicheren Sicht betrachten. Jede Person muss aber – und soll auch – für sich selbst entscheiden, welchen Politiker:innen er/sie Vertrauen schenkt.

 

von Celina Eichhorn

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